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* Warum sind wir müde? *
* Gesundheit im Alter *



erstellt im Oktober 2007

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Warum sind wir müde?
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Gesundheit im Alter
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Hinweis
Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen.
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.
Diese Informationen können Ihnen aber helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und Ihm ergänzende Hinweise liefern



Warum sind wir müde?
Der Zusender dieses Berichtes gibt an,
dass der Autor ein Herr Dr. Mohr wäre
Natürlich ist Müdigkeit ein sinnvoller, angenehmer Zustand, der aus körperlicher oder geistiger Anstrengung entsteht.
Wohlig müde und zufrieden nach dem Geleisteten können wir uns nun ausruhen.
Die natürliche wohltuende Müdigkeit, die zur erforderlichen Erholung führt, ist aber ziemlich selten geworden.


In unserer Zeit wird Müdigkeit oft als unangenehm empfunden.
Tatsächlich ist das eine andere, aufgeregte Müdigkeit, die nicht wohltuend wirkt, sondern lähmend und verfolgend.
An dieser Art von Müdigkeit leidet ein erheblicher Teil unserer Bevölkerung.
Da entspricht der Ist-Zustand jedoch nicht dem Soll-Zustand:
In unserer Gesellschaft gilt Müdigkeit als Nachteilfaktor.
In der globalisierten 24- Stunden-7-Tage-Welt sind wir gefordert, ständig hellwach, fit und präsent zu sein, um keine Gelegenheit zu versäumen, um nicht zurück zu fallen.
Müdigkeit kann man sich da nicht leisten.
Um so bedrängender wird sie.

Adäquate (der vorangehenden Anstrengung entsprechende) Müdigkeit ist natürlich und gesund.
Dieser Müdigkeit sollten wir sobald wie möglich nachgeben - und zur Erholung ausreichend lange schlafen.
Unadäquate Müdigkeit (ohne vorherige Anstrengung) ist ein ernst zu nehmender Hinweis auf eine Störung im Organismus oder in der Lebensweise.
Das chronische Müdigkeitssyndrom (englisch: chronic fatigue syndrome, CFS) ist eine Erkrankung, die meist fieberhaft, grippeartig beginnt mit Lymphknotenschwellungen und neurologischer Symptomatik (Kopfschmerzen, leichter Benommenheit, Muskelschmerzen und -schwächen).
Dadurch treten monatelang anhaltende, auch wiederkehrende Phasen von Müdigkeit auf, mit Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Nachtschweiß, Depressionen, Missempfindungen peripherer Nerven (Parästhesien: Kribbeln, "Ameisenlaufen", Fühlstörungen in umschriebenen Hautarealen), Muskelschwächen.
Als Erreger dieses Syndroms, das manchmal epidemisch bei Menschen mittleren Lebensalters, besonders in geistigen Berufen auftritt, wird das humane Herpes-Virus Typ 6 (HHV 6) angesehen.
Meistens klingt die Symptomatik nach mehreren Monaten spontan ab.

Bei persönlicher Fixierung auf die Symptome kann das Krankheitsbild aber viel länger anhalten.
Auch deshalb wurde das chronische Müdigkeitssyndrom früher als psychogen bzw. als Modekrankheit angesehen.
Derartige Komponenten können beteiligt sein.
Zur somatischen Diagnose (körperlicher Ursachen) des CFS dient die Messung der Immunglobulin M-Antikörpertiter sowie anhaltend erhöhter Immunglobulin G-Antikörpertiter gegen humane Herpesvirus-Typ-6-Viren, im Zweifelsfall auch der Virusnachweis in Lymphzellen.

Differentialdiagnostisch sollte auch an eine Lyme-Borreliose (deren Erreger durch Zecken übertragen werden) oder eine krankhafte Vermehrung von Lymphzellen (B-Lymphoproliferatives Syndrom) gedacht und - hoffentlich! - ausgeschlossen bzw. bestmöglich behandelt werden.
Bei chronischer Müdigkeit ist daher medizinisch kompetente, sorgfältige Diagnostik erforderlich.
Je nach deren Ergebnis kann eine spezifische ärztliche Therapie notwendig sein.

Daneben ist das Unterstützen der Heilung mit Naturstoffen möglich.
Empfehlenswert sind ausreichen dosierte Ginseng-Produkte (Tagesdosis 1,5 Gramm der getrockneten Wurzel als Pulver, in Kapseln oder als Tee - oder als Extrakt mit 20 bis 30 mg Ginsenozien), Kaktusfeigensaft (ca. 40 ml pro Tag), Coenzym Q10 (30 bis 90 mg/Tag) und getrocknete Spirulina-Algen (3 bis 4 g/Tag).
Wichtig ist dazu der Ausgleich eines chronischen Säureüberschusses mit vegetabiler Rohkost (Blatt- und Wurzelsalaten), mit schonend gegartem Gemüse, Pflanzensäften (Löwenzahnsaft, Kartoffelsaft), eventuell auch mit Basenpulver.

Eine häufige Ursache der Tagesmüdigkeit wurde erst vor wenigen Jahrzehnten mit Hilfe spezieller Messgeräte erkannt:
die Atmungsstörung während des Schlafes ("Schlaf-Apnoe").
Bei manchen Menschen (bis zu 10 Prozent bei Männern, etwas weniger häufig bei Frauen) wurden Atmungsunterbrechungen von 10 Sekunden und länger wahrend des Schlafes entdeckt, mit Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut und schädlichen Folgen.
Die Betroffenen selber bemerken das nicht, weil sie gerade dann tief und fest schlafen.
Erst am folgenden Tag wird die Schlafapnoe erkennbar:
durch Morgenmüdigkeit, Reizbarkeit, Leistungsknick, Gedächtnisstörung, Konzentrationsstörung (mit siebenfach erhöhtem Unfallrisiko), Persönlichkeitsveränderung und Depression.
Oft wird da an eine drohende Demenz (Morbus Alzheimer) gedacht, aber seltener an eine schlafbezogene Atmungsstörung.

Manchmal, aber nicht immer, weist lautes, unregelmäßiges Schnarchen auf diese Atmungsstörung hin.
Bei den genannten Symptomen, besonders bei anhaltender Tagesschläfrigkeit, ist zunächst ein ambulantes Screening (Anlegen von Sensoren für Atmung, Sauerstoffsättigung, Blutdruck, EKG, evtl. auch EEG und Beinbewegung mit Aufzeichnungsgerät) für eine nächtliche Messung zu Hause erforderlich.
Daraufhin kann die weitere Diagnostik (im Schlaflabor) und die notwendige Therapie eingeleitet werden.
Zu den Basismaßnahmen gehört der Abbau von Übergewicht, die Erleichterung freier Atmung in Nase und Rachen, die Behandlung einer eventuellen Schilddrüsenunterfunktion, die Meidung von Alkohol, Rauchen und Schlafmitteln ( ! ) sowie die Überprüfung einer eventuell apnoefördernden Medikation auf Alternativen.
Bei einem Schlafapnoeindex über 20 (mehr als 20 Atempausen pro Stunde), bei hoher Gefährdung, ist die kontinuierliche nächtliche Atemassistenz mit einem CPAP-Gerät unbedingt zu empfehlen.

Den meisten SAS-Patienten geht es damit (nach ein paar Anfangsproblemen) bald sehr viel besser.
Spätfolgen der Schlafapnoe (hoher Blutdruck, auch in den Lungen, Herzrhythmusstörungen, Schäden an Herz und Gehirn) werden wesentlich reduziert.
Selbstverständlich ist es noch günstiger, eine Schlafapnoe vorbeugend zu vermeiden:
mit Einhalten von Normalgewicht; möglichst viel körperlicher Aktivität bei Tag; mit der Einnahme von Ginseng und auch mit dem Meiden von Alkohol und betäubenden Mitteln.
Außerdem hat sich das Trinken einer Tasse grünen Tees (Sencha) vor dem Schlafengehen sehr bewährt.
Danach schläft man tief und fest, wegen langer Arbeitszeiten gewöhnlich nur sechs Stunden (zu wenig, ich weiß), aber anscheinend ohne Schlafapnoe, weil meist ohne Tagesmüdigkeit.

Jedenfalls ist chronische Müdigkeit ein ernst zu nehmendes Symptom, dessen Ursachen sorgfältig geklärt werden sollten.
Neben dem Schlafapnoe-Syndrom, der HHV-6-lnfektion, der Schilddrüsenunterfunktion oder Lymphzellproliferationen ist auch an Leber, Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen zu denken, an Mangelerscheinungen (z.B. an Eisen) und auch an chronische Belastungen des Körpers, an persistierende Infektionen oder konsumierende Erkrankungen - und noch weitere.
Die Prüfliste ist lang.
Jedoch lässt sich mit gründlicher Untersuchung bei vielen Betroffenen keine körperliche Ursache ihrer chronischen Müdigkeit feststellen.

Warum sind sie müde?
Vor rund 30 Jahren charakterisierte der Psychologe Herbert Freudenberger ein bis dahin kaum beachtetes Phänomen, das am deutlichsten bei Menschen aus helfenden Berufen (z. B. Krankenschwestern, Ärzten, Psychotherapeuten) sowie bei Müttern und Angehörigen von chronisch Kranken zu erkennen war:
das Burnout-Syndrom, das emotionale Ausgebranntsein, die Erschöpfung aus Mitgefühl (compassion fatigue).
Das Helfen selber macht nicht müde, es kann nicht nur den Hilfsbedürftigen, sondern auch den Helfenden stärken.
Das Ausbrennen, die Erschöpfung geschieht erst bei fehlendem Einfluss auf eigene helfende Arbeit mit dem Gefühl von Ausgeliefertsein und Getriebensein, bei permanenter Anspannung.
Seit diese Ursachen des Burnout-Syndroms erkannt sind, können Sie besser behoben werden.

Das Burnout-Syndrom betrifft aber nicht nur die helfenden Berufe, sondern inzwischen schon eine Mehrheit der Bevölkerung.
Deren Kernproblem ist das Getriebensein.
Wir alle sind getrieben von vielen unnatürlichen Dingen, von modernen Errungenschaften sowie von den Machenschaften der Menschen damit.
Der technische Fortschritt hilft den Menschen mächtig, brennt sie aber auch aus: Sie werden seelisch müde.
Das körperliche Müdesein ist hingegen selten geworden.
In der früher schon privilegierten Gesellschaftsschicht mit relativem Wohlstand und sicherer Versorgung), zu der Johann Wolfgang von Goethe zählte, ist das Treiben - bzw. das Getriebensein - und die seelische Müdigkeit ebenfalls aufgetreten.

In Wandrers Nachtlied (geschrieben 1766 am Hang des Effersbergs an Frau von Stein) hat J. W. von Goethe bekannt:
Ach, ich bin des Treibens müde!
Was soll all die Qual und Lust.
Süßer Friede,
Komm, ach komm in meine Brust!


Seit Goethes Zeiten hat das Treiben -und das Getriebensein - enorm zugenommen.
Das Getriebensein ist das Spiegelbild des Treibers.
Wir wissen nicht, wie weit das noch gehen kann, wie lange die Erde das noch aushält, wie lange wir das selber noch aushalten können.
Die seelische Müdigkeit ist ein Symptom des Getriebenseins.
Wenn dieser Zusammenhang bewusst wird, kann die Lösung beginnen.
Dazu stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß wir von Mitmenschen getrieben werden - und wie weit von uns selber.
Bei bewusstem Hinsehen erweist sich der Eigenanteil am Treiben und Getriebensein manchmal als sehr hoch.

Echte Besserung kann nur erzielen, wer ehrlich zu sich selber ist.
Gewiss können wir äußere Zwänge nicht ignorieren oder einfach abschütteln.
Aber wir können sie ansprechen und begrenzen.
Wir müssen - und können - nicht immer so funktionieren, wie andere das von uns erwarten.
Wenn uns das klar wird, werden wir bald freier vom Getriebensein und vom Treiben sein.
"In allen Zweifelsfällen entscheide man sich für das Richtige", hat der Physiker, Aphoristiker und Philosoph Georg Christoph Lichtenberg empfohlen.
Dieser einfache Rat scheint paradox:
Wenn wir stets wüssten, was richtig ist, hätten wir keine Zweifel mehr.
Im Grunde wissen wir aber, was richtig und wichtig ist:
der innere Frieden, wichtiger als alles Treiben, wichtiger als die Qual und Lust.

In seinem Nachtlied an: Der du von dem Himmel bist, alle Freud und Schmerzen stillest, hat J. W. von Goethe um diesen Frieden gebeten.
Wandrers Nachtlied ist ein intensives, bekennendes Gebet.
Von Jugend an hat der Segensspruch fasziniert:
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft und alles Streben des Menschen, bewahre eure Herzen und Sinne.
Mit diesem Frieden können wir heilsam wirken und erst am Ende unserer Tage ruhig müde sein.




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Gesundheit im Alter
Der Zusender dieses Berichtes gibt an,
dass der Autor ein Herr Dr. Mohr wäre
Der Organismus des Menschen ist für eine ziemlich gesunde Zeit von etwa 45 Lebensjahren vorbereitet.
Schon diese Dauer ist nicht selbstverständlich.
Und alle Gesundheit, die danach kommt, ist Gnade, Glück sowie Eigenleistung.
Deshalb besteht der erste, wichtigste Schritt zur Gesundheit darin:
Für jeden Tag mit ausreichend erhaltenen Körper- und Geistesfunktionen von Herzen dankbar zu sein.

Und mit der Dankbarkeit, mit der resultierenden Freude, die Gesundheit weiter zu erhalten.
Und diese Dankbarkeit auch mit zu teilen.
In der üblichen Vorstellung wird das Altern mit der Schwächung von Körperfunktionen und chronischer Krankheit assoziiert.
Das Altwerden kann aber auch Ausdruck besonderer Vitalität und Selbstleistung sein.
Bei jedem Menschen nimmt die Leistungsfähigkeit der Körperzellen sowie die Regenerationsfähigkeit im Laufe des Lebens allmählich ab.
Dieser Schwund beginnt aber nicht erst im Alter, sondern schon früher, ungefähr vom 20. Lebensjahr an.
Die Minderungsrate beträgt schätzungsweise ein bis zwei Prozent pro Lebensjahr.
Je nach Veranlagung (Erbgut) und Lebensweise (Ernährung, Bewegung, Belastungen, Schlafqualität) kann sie aber individuell höher oder niedriger sein.
Zudem sind die meisten Körperzellen und Organe mit Leistungsreserven (relativ zu den gerade ausreichenden Mindestfunktionen) von etwa 50 bis 70 Prozent (manchmal noch mehr) ausgestattet.

Bis zum Aufbrauch der Reserven können Funktionsverluste einigermaßen kompensiert bzw. ertragen werden.
Deshalb werden die Alterungserscheinungen erst ziemlich spät bemerkt.
Funktionsbewahrende, gesundheitsschützende Maßnahmen sollten aber viel früher beginnen: vor dem Eintritt erkennbarer Alterung.
Die Leistungsreserven der Körperzellen und Organe sollten möglichst lange erhalten werden, am besten bis zum Schluss, bis zur Erfüllung des persönlichen Lebens.
So wie von Hiob, der in einer Phase seines Lebens schwere Probleme zu lösen hatte, Verluste erlitt und von Krankheiten gequält war, berichtet wird:
"Der Herr aber wandte das Geschick Hiobs, nachdem er für seine Freunde gebetet hatte ...
Danach lebte Hiob noch 140 Jahre und sah seine Kinder und Kindeskinder bis ins vierte Glied.
Dann starb Hiob alt und lebenssatt."
(Hiob 42, 10-17)

Alt und lebenssatt sterben, im Kreis von Nahestehenden, im Bewusstsein, dass das Leben weitergeht:
das ist doch ein akzeptabler Abschied von der Welt.
Ob Hiob wirklich ein derart hohes Alter von weit über 100 Jahren erreicht hat, ist Nebenthema.
Bei der mündlichen und schriftlichen Überlieferung seiner ermutigenden Lebensgeschichte könnten vielleicht hier und da ein paar Jährchen hinzugefügt worden sein.
Der Kern dieser Geschichte ist die göttliche Wendung von Hiobs Schicksal, nachdem er für seine Freunde gebetet hatte.
Danach konnte er weiterleben und alt sowie lebenssatt sterben.

In unserer heutigen Fortschrittsgesellschaft hätte Hiob aber schon etliche Jahrzehnte vor seinem 140. Geburtstag mehr Schwierigkeiten gehabt.
Die Medizin würde ihm zwar regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen anbieten und bei Bedarf effektive Therapien und Operationen erbringen.
Die Krankenkasse würde ihn zur Einwilligung in ein Krankheitsverwaltungsprogramm (DMP) motivieren.
Die Gesundheitsministerin, das wissenschaftliche Institut der Ortskrankenkassen sowie die Zeitung mit den großen Buchstaben würde für Hiob streiten, besonders für schnellere Behandlungen.
Die Industrie würde ihm seniorengerechte Produkte liefern.
Hiobs Rente würde zwar stagnieren, aber immerhin noch pünktlich gezahlt werden.
Wenn er unselbstständig oder gar pflegebedürftig würde, könnte er sich in ein Altenheim bringen lassen.

All das ist perfekt organisiert.
"Was Hiob wollte, und erreicht hat, ist jedoch anderes."
Der Herr wandte sein Geschick, nachdem er für seine Freunde gebetet hatte.
Das ist die Essenz, die Erfahrung und die Weisheit aus Hiobs Biographie.
Ob 90, 110 oder 140 Jahre: Hiob hat nach dem Überwinden seiner Krankheit ein hohes, sinn- und glückerfülltes, gesundes Alter erreicht und ist schließlich zufrieden gestorben.
Das Altwerden kann zwei polare Ausprägungen annehmen:
entweder als Schwächung, mit den Sorgen um sich selbst, um Krankheiten, mit Hader und Selbstmitleid, oder als Stärkung, aus dem Überstehen von Krankheiten, aus Gelassenheit gegenüber der Jagd und der Unruhe unserer Gesellschaft (man muss nicht mehr alles haben und mitmachen), aus Altersweisheit (das Leben verstehen kann man nur rückwärts) und besonders aus Fürsorge für andere, aus Liebe (Menschen, die bloß ihren eigenen Willen verfolgen, sind nicht liebevoll und nicht geliebt).

Nachdem Hiob für seine Freunde gebetet hatte, wendete Gott sein Geschick zu Gesundheit und Glück. Über das weitere Schicksal von Hiobs Freunden, die ihn gerne belehren und beraten wollten, wird wenig berichtet. "Es sei ferne von mir, dass ich Euch recht gebe", hatte Hiob gesagt - und für sie gebetet.

Hiobs Wesen und Leben kann so auch in unserer Zeit noch Vorbild sein.
Seine Einstellung ist ein guter Weg zu seelischer und daraufhin auch zu körperlicher Gesundheit.
Diese beiden Bereiche sind in jedem Menschen wechselseitig miteinander verbunden.
In unserer materialistischen, technisch geprägten Gesellschaft wird intensiv für die Erhaltung des Körpers gesorgt.
So wichtig dieser Ansatz auch ist: die seelische Gesundheit ist lebens- und gesundheitsprägender.
"Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?" (Lukas 9,25)

Manche meinen, der Seele würde es durch Verhärtung oder durch reichlichen Besitz besser gehen.
Das trifft aber nicht zu.
Die tibetische Medizin lehrt, dass aus Gier, Hass und Verblendung seelische Krankheit entsteht, die dann auch ungut auf den Körper (sowie auf die Umwelt) wirkt.
Jederzeit - und ganz besonders im Alter - ist es möglich, diese ungünstigen Eigenschaften zu überwinden.
Wer das Leben im Rückblick versteht (Soren Kierkegaard), kann verständnisvoller, gelassener, gütiger und großzügiger sein.
Kann gelassener weitergehen, wobei die Zukunft weiter reicht als die selbst noch verbleibenden irdischen Jahre.
Bei Hiob waren es sogar noch Jahrzehnte.
Seelische Gelassenheit erbringt auch einen wirksamen Beitrag zur körperlichen Gesundheit, gerade im Alter.

Gewiss ist das eine andere Art von Gesundheit als in der Jugend:
nicht mehr so robust und dynamisch, nicht mehr so unversehrt, aber von besonderer Qualität, mit mehr persönlichem Beitrag.
Um dies zu erreichen, ist die Erhaltung von klarem, achtsamem Fühlen und Denken besonders wichtig.
Ein wirklicher Fortschritt unserer Zeit (im Gegensatz zu etlichen Pseudo-Fortschritten) ist die präzise Kenntnis natürlicher Schutzstoffe mit optimierter Anwendung.
Jahrtausendelang, bis zum Siegeszug der modernen Medizin, wurden die meisten Krankheiten mit Heilpflanzen behandelt.
Nach der Entwicklung synthetischer Mittel und technischer Methoden hielten viele Experten (und Krankenkassen) die Phytotherapie für überholt.
Tatsächlich ist die Wirkung von Heilpflanzen zur Therapie von Krankheiten weniger eingreifend und weniger spezifisch.

Jedoch können auch mit den modernsten Mitteln und Methoden viele Krankheiten samt ihrer Folgen nicht absolut geheilt werden.
Die Hauptwirkung der modernen Medizin ist eine erhebliche Verlängerung der Lebens- und Krankheitsdauer.
Dies geschieht mit beträchtlichem Aufwand an Technik, an Mitteln, aber auch an Belastungen der Patienten - und an Kosten.
So erfreulich die Verlängerung der Lebenszeit auch ist, so kann doch die Verlängerung der Krankheitszeit gleichzeitig belastend sein, die Angst vor Funktionsverlusten, vor abhängigem Vegetieren.
Manche Angst davon mag voreilig oder überzogen sein.

Deshalb ist nicht nur die Verlängerung der Lebensdauer wünschenswert, sondern noch mehr die Verlängerung der Gesundheit.
Und deshalb sind die natürlichen Schutzstoffe aus bewährten Heil- und Nahrungspflanzen heute - in optimierter und regelmäßiger Dosierung - noch wichtiger als in früheren Zeiten.
So ist inzwischen eine neue Aufgabenteilung entstanden:
Die eingreifenden synthetischen und technischen Mittel sind unverzichtbar geworden zur Therapie schwerer Krankheiten.
Aber die Naturstoffe sind unverzichtbar zum Schutz der Gesundheit.
Bei längerer Lebensdauer wird dieser Schutz noch wichtiger.
Während die moderne Medizin das Leben verlängert, können natürliche Schutzstoffe die Gesundheit verlängern.

Wichtig ist:
die Erhaltung der Bindegewebs- und Zellfunktionen
der Schutz vor oxidativen Schäden
die längere Erhaltung der inneren Atmung in den Mitochondrien (oxidative Kapazität)
dazu die ausreichende Erhaltung der Muskulatur
die Modulation des Immunsystems
die Dämpfung der im Alter oft überhöhten Entzündungsaktivität
der Schutz der Arterienwände und der Herzleistung
der Schutz der Nervenzellfunktionen.

Das ist schon eine umfangreiche Aufgabenliste.
Mit dem Älterwerden wächst aber die eigene Verantwortung für die Gesundheit.
Mehr Bemühen ist erforderlich, das jedoch nicht zu zwanghafter Sorge mutieren sollte.
Bewegung nach besten Kräften tut Körper und Seele gut.
Mit 30 Minuten Gehen pro Tag, so flott wie möglich, ist die Erhaltung von Muskulatur, der Kreislauforgane und der Knochenfestigkeit schon gedient.
Vollwertige Nahrung mit fünf bis sechs Portionen Obst bzw. Gemüse und Rohkost ist wertvoll.
In der Regel sollte die späteste Tagesmahlzeit vor 18 Uhr eingenommen werden.

Im Seelenleben trägt Achtsamkeit, Mitgefühl, Verstehen, Glauben, gute Beziehung, Vertrauen, Anspruchslosigkeit und Gelassenheit (Altersmilde) wesentlich zur Gesundheit bei.
Für den körperlichen Bereich ist die Wirkung pflanzlicher Schutzstoffe neuerdings viel klarer erkennbar geworden.
Zu allen Anforderungen der obenstehenden Aufgabenliste gibt es geeignete, modulierende Wirkstoffe aus dem Pflanzenreich.
Dabei wirkt mancher Pflanzenstoff nicht nur auf ein isoliertes Problem günstig, sondern auf mehrere Probleme gerade des älteren Menschen: wegen der inneren Verwandtschaft der Zellen von Pflanzen und Menschen.

Wohl auch aus diesem Grund fühlen viele Menschen (aber nicht alle) eine gute Beziehung zum Pflanzenreich.
Selber möchte ich etliche Pflanzenstoffe zum Schutz der Gesundheit nicht missen:
die Epicatechine aus dem grünen Tee, die Omega-3- Fettsäuren, die oligomeren Procyanidine aus Weißdorn, Äpfeln und Traubenkernen, die Ellagitannine aus dem Granatapfel, die Curcumine aus der javanischen Gelbwurz (Kurkumawurzel), die Ginsenoside aus dem Ginsengwurzelstock und weitere.

Schon heute scheint es sinnvoll, diese Schutzstoffe kompetent für die Verlängerung der Gesundheit anzuwenden:
integral mit der Pflanze und bei besonderem Bedarf auch als Extrakt.
Die Verlängerung der Gesundheit ist möglich.
Dazu würde ich aber nicht auf irgendeine "Wunderpflanze" setzen, sondern auf das gesamte Spektrum bewährter Nahrungs- und Heilpflanzen.
Wobei diese Pflanzen weitergehend als Schutzpflanzen zu bezeichnen sind.





Thema: © C OPYRIGHT

Sollte ich in irgendeiner Weise gegen das COPYRIGHT Gesetz verstoßen haben, bitte ich Sie das zu entschuldigen und um Benachrichtigung per Mail, ich werde dann das Gif, Bild oder den Artikel umgehend löschen.
Dabei möchte ich aber zu Bedenken geben, dass ich als Schwerbehinderter ohne jegliche finanzielle Unterstützung meine Homepage betreibe, um anderen kranken Menschen Informationen, Poesie und auch Lustiges zukommen lassen.
Man mir auch oft Texte zusendet, um mir hinsichtlich meiner Handicaps etwas Erleichterung zu verschaffen.
Den hier zugrunde gelegten Anforderungen gute Infos an Kranke weiter zu geben, erfordern oft trotz vieler Schmerzen Disziplin!!

Dies möge Ihre Toleranz anregen.

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