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Einleitung
Das Glaukom ist eine Erkrankung mit charakteristischer Sehnervschädigung, bei der häufig der Augeninnendruck erhöht oder die Durchblutung des Sehnervenkopfes gestört ist. Dadurch wird der Sehnerv irreversibel geschädigt. Der Augeninnendruck kann akut ansteigen, wenn der Abfluss des Kammerwassers blockiert ist, oder aber durch krankhafte Veränderungen der Abflusswege langsam fortschreiten. In jedem Fall droht unbehandelt der Verlust des Augenlichts.
Weil die meisten Glaukome keine Schmerzen verursachen, ist eine regelmäßige Messung des Augeninnendrucks bei jeder Konsultation des Augenarztes für die Früherkennung der Erkrankung besonders wichtig. Das schmerzhafte akute Glaukom muss umgehend notfallmäßig behandelt werden. Die Behandlung kann durch Kombination mehrerer Medikamente erfolgen, durch eine Laserbehandlung oder aber durch eine Operation. Jeder zehnte an Glaukom Erkrankte erblindet.
Erhöhter Augeninnendruck schädigt die Sehnervpapille und die Netzhaut. Mit steigendem Alter erhöht sich das Krankheitsrisiko. Nach dem 40. Lebensjahr haben rund 2,4 Prozent der Menschen einen zu hohen Augendruck, mit 70 Jahren sieben Prozent. Etwa 14 Prozent der über 80-Jährigen haben ein Glaukom. In neun von zehn Fällen handelt es sich um ein Primäres Weitwinkelglaukom, nur bei fünf Prozent handelt es sich um einen akuten Glaukomanfall (Primäres Engwinkelglaukom).
Die Anlage zum Primären Weitwinkelglaukom ist erblich und betrifft in der Regel beide Augen. Etwa 14 Prozent der über 80-Jährigen haben ein Glaukom. Es ist nach der altersbedingten Makuladegeneration die zweithäufigste Erblindungsursache (Blindheit). 15 bis 20 Prozent aller Blinden haben ihr Augenlicht durch ein Glaukom verloren. Der akute Glaukomanfall betrifft Frauen doppelt bis dreimal so oft wie Männer. Das Risiko der Erkrankung ist im Alter zwischen 55 und 70 Jahren am größten. Die früher für das Glaukom übliche Bezeichnung Grüner Star sollte nicht mehr verwendet werden, weil sie leicht zu Verwechslungen mit dem Grauen Star (Katarakt) führt.
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