Wolken über Katzanien

Fortsetzng der Love-Story aus dem
"Katzenparadies Katzanien"



Teil 2




Mitwirkende ( Personen und Haustiere )
- Rahmenhandlung -

Jamas: Enkel von Karik
Karik: Großvater von Jamas
Franco: Vater von Jamas
Hella: Lieblingskatze von Jamas
Raya: alte Hündin vom Großvater Karik


Das Fantasie-Märchen wird zu Ende erzählt
von Franco, dem wiedergefundenen Vater von Jamas:

Katzanien: das "Katzenparadies"
Rattanien: das Land der Ratten und Mäuse

Rashan: dorfältester Kater
Lilian: Frau von Kater Pompo
Pompo: ehemaliger Gefährte von Lilian
Karija: alte, weise Katze

ferner drei berühmte Rattenjäger:
Rato: schwarzer Kater, der erfolgreichste der drei Jäger
Kraton: gelber, cremefarbener Kater
Lagu: erblindender, blaugrauer Kater


Die Autorin
Frau Ingrid Heinrich


stellt mir Ihre Werke kostenfrei zur Verfügung
und somit ist es Ehrensache, dass ich hier auf ihre Homepages:
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hinweise.


Wir wünschen viel Freude beim Lesen
Augen auf hier
geht es nun weiter!!
Großvater Karik

... Er schwieg jedoch und meldete seine Beobachtung nicht.
In ihm fühlte er eine gewisse Blockade.
Er konnte diese Menschen, die sich in den Bergen mit ihren Tieren in Sicherheit bringen wollten, einfach nicht verraten.

Die Menschen in der Ferne kamen ihm irgendwie vertraut vor.
Als ihm das alte griechische Volkslied XIMERONI bei dem Tagesanbruch beim Anblick des Sonnenaufgangs und der Berge wieder einfiel, Kariks Lied, da kam auch die Erinnerung an seine Familie wieder zurück, dessen Existenz er seit dem Aufenthalt im Arbeitslager in der Haft aus Scham tief ins Unterbewußtsein verdrängt hatte.

Ja, er wußte in diesem Moment, auch er hatte einmal eine Familie gehabt.
Franco nahm sich fest vor, nach Hause zurückzukehren, sollte er alles unbeschadet überleben und er hoffte insgeheim, die beiden Menschen oben in den Bergen würden ebenfalls dort sein.
Nachdem alles vorbei war, suchte er den alten Hof, verbrachte dort die Zeit des Wartens mit etlichen Bemühungen, den zerstörten Hauseingang freizuräumen, zum einen um die Zeit schneller verstreichen zu lassen, zum anderen, um dem Schmerz der Verwundung zu vergessen.

Die Sonne brannte vom Himmel, der salzige Schweiß rann und biß ihm in die Augen, nur schemenhaft konnte er die Umrisse der Menschen vor sich stehen sehen, nach denen er sich in all den Jahren im Unterbewußtsein gesehnt hatte, zeitweise hielt er bei der Sonnenglut alles für eine Luftspiegelung in der Hitze des Tages.
Und nun war er wieder zu Hause und wünschte, man möge ihm alles verzeihen.
Karik und Jamas hörten aufmerksam zu und dann nahmen sich alle in die Arme und freuten sich über das Wiedersehen.

Karik erzählte, wie sie in der Zeit in den Bergen nur knapp über die Runden kamen.
Raya - die Hündin - war eines Nachts von ihrem Streifzug nicht mehr zurückgekommen.
Sie hatte sich bestimmt verirrt bei ihrer Suche nach Wildkaninchen zum Jagen.
Die Ziege erkrankte, von einem Esel mußten sie sich trennen.
Nur eine Katze war ihnen bis zum Schluß geblieben, die Hella.
Der Großvater vermutete, dass Hella nur überlebte, weil der Junge sie keine Minute aus den Augen ließ und sie daher in der Höhle blieb.
Er war sich sehr sicher, dass Jamas ihr unbemerkt den einen oder anderen Happen zugesteckt hat.

Jamas erzählte seinem Vater das neue Katzenmärchen seines Großvaters "KATZANIEN".
Franco erfuhr von der unglücklichen Beziehung zwischen den beiden Katzen "Pompo" und "Lilian", den Suchtproblemen von "Pompo" nach dem verbotenen Genuß von den Früchten des Tropenbaumes.

Als Jamas mit der Erzählung zu Ende gelangte, wollte der Vater natürlich wissen, wie die Geschichte denn nun weiterginge:
"... Und was wurde aus Pompo und Lilian?
Kam er nun von seiner Sucht los und konnte sie ein neues Glück mit einem anderen Kater finden?"
Jamas zuckte unwissend mit den Schultern und blickte hilfesuchend zu seinem Großvater herüber, doch der hatte erst einmal genug von den Strapazen mit der Krankenpflege:
"Das Märchen muß so bleiben, wie es ist, ich bin zu alt und zu schwach, um mit der Erzählung weiter fortfahren zu können.
Meine Lieben, ich kann nicht mehr !"

Der Vater lehnte sich zurück in die Kissen:
"Es muß weitergehen, nicht nur mit dem Leben, auch mit dieser Erzählung !
Märchen sind sehr schön, doch man sollte sie der Wirklichkeit besser anpassen.
Nicht nur in der Realität ziehen Wolken am Himmel auf, bestimmt gibt es auch einmal WOLKEN ÜBER KATZANIEN.
Morgen, ... - - morgen vielleicht .... ", doch der Vater war eingeschlafen.
Seine Gesichtszüge waren entspannt, nicht mehr verkrampft und er machte im Schlaf einen zufriedenen Eindruck.

Karik war bei dem Gedanken, dass ein anderer sein Katzenmärchen zu Ende erzählen wollte, unwohl zumute.
Wird Franco dem Jungen den Zauber der Phantasie lassen?
Haben sich nicht doch die letzten schrecklichen Erlebnisse negativ auf die Empfindungen dieses Mannes, der ihnen nach all den Jahren seiner Abwesenheit doch etwas fremd geworden war, ausgewirkt?
Auch wunderte er sich über Franco, soviel Sensibilität hatte er ihm nie zugetraut.

Karik und Jamas waren gespannt auf den nächsten Morgen.
Doch Franco hatte sein Versprechen vom Vortag nicht vergessen und begann nach dem Frühstück im Garten mit seiner Erzählung:

"Lilian mußte sich...."

... In ihrer neuen Heimat durchsetzen und behaupten.
Von den Katzen im Dorf wurde sie anfangs distanziert aber freundlich aufgenommen.
Ihr Fell wurde zusehends schöner, dichter, seidiger und ihre Augen bekamen ihr tiefgründiges Strahlen zurück.
Der viele Ärger mit Pompo und die anstrengende Flucht hatten an ihren Nerven gezerrt, sie war müde und brauchte viel Schlaf.
Dass sie nicht nur bei ihren Eltern sehr abgeschieden und von der Wirklichkeit isoliert aufwuchs, sondern auch bei Pompo nicht anders gelebt hatte, wurde ihr bewußt, als sie eines schönen morgens ihre neue Umgebung näher erkundete.



Katzanien war anscheinend unendlich groß.


Sie durchstreifte das Dickicht des Urwaldes, bis es so dicht wurde, dass sie Mühe hatte, hindurchzuschlüpfen.
Mit einem Male gelangte sie auf einen breiten Pfad, der sie hinunter zu einem Fluß führte.
Am Ufer des Flusses standen alte knorrige und große Bäume.
Zwei dicke Katzen spielten am Flußufer und spritzten sich mit den Pfoten gegenseitig naß.
Als sie bemerkten, dass sie bei ihrem Spiel beobachtet wurden, hörten sie abrupt damit auf:
"Schau nicht nur zu, komm und mach mit!"
Doch Lilian wollte nicht spielen, sie wollte Näheres über den Fluß und das Land am gegenüberliegenden Ufer erfahren.

Die beiden Katzen schauten sich verwundert an.
Die dickere von den beiden sprach:
"Woher kommst du, dass du diesen Fluß nicht kennst, der uns seit Jahrzehnten vor Unheil bewahrte und KATZANIEN erst zu einem Katzenparadies machte?

Auf der anderen Seite des Flusses
liegt Rattanien !


Einst waren unsere Vorfahren kräftige erfolgreiche und tapfere Jäger, bis ein Beben das Land erzitterte und in zwei Hälften teilte.
Aus dem Inneren des aufgebrochenen Bodens quollen Unmengen von Wasser.
So kam es, dass die vorm Beben flüchtenden gefährlichen Ratten unseres Landes fortan im Land am anderen Ufer lebten.
Die Mäuse, einige blieben hier, einige leben jetzt in Rattanien, sind für uns Katzen nicht gefährlich.

Nur wenige Kater können eine dieser ausgewachsenen großen Ratten jagen.
Hat man bei Euch im Dorf nicht über die großen Jäger unserer Vorfahren gesprochen?
Lilian schüttelte den Kopf, nein, Rashan, der Dorfälteste aller Kater, war stets für Frieden und Harmonie und vermied jegliches Gesprächsthema, welches auch nur im entferntesten an Krieg oder Streit erinnerte.

Die dicke Katze erzählte weiter:
"Einige wenige Kater" unseres Dorfes pflegen die Jagd-Tradition der Vorfahren ihrer Familien auch heute noch.
Zweimal im Jahr schwimmen sie über den Fluß und riskieren dabei ihr Leben, denn der Fluß ist tief und es gibt Strudel, die auch den kräftigsten Kater in die Tiefe ziehen können.
Diese vierbeinige Gefahr dort drüben kann nicht schwimmen und so sind wir hier seit der Zeit vor ihnen sicher.

Da die Ratten dort von uns Katzen nun isoliert ihr Leben verbringen, nannten wir das Land RATTANIEN.
Nur noch drei Kater in Katzanien schwimmen zweimal im Jahr an das andere Ufer, um dort den Bestand zu dezimieren.
Es sind leider zu wenig tapfere Kater, die gefährlichen Ratten vermehren sich sehr schnell.

Nun sind wir am Ende des zweiten Teiles
"Wolken über Katzanien"
angelangt.

Möchten Sie zu * Teil 1 ? * Teil 3 ? * Teil 4 ? *

Schau doch mal wieder reinSchau doch mal wieder rein
In Bälde
werden Ihnen weitere Teile
dieser wundervollen
"Katzengeschichte"
zur Verfügung stehen.

Die Katzen und ich freuen
uns über Ihren nächsten Besuch.

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dieser bezaubernden
Love-Story aus dem Katzenparadies "Katzanien"
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von Ingrid Heinrich

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Auf Wiedersehen
Auf Wiedersehen und besuchen Sie die Katzenseiten wieder oder Sie sehen nach, ob der der nächste Teil dieser Geschichte fertig ist.



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