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Wolken über Katzanien Fortsetzng der Love-Story aus dem
"Katzenparadies Katzanien"
Teil 5
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Mitwirkende ( Personen und Haustiere ) - Rahmenhandlung -
Jamas: Enkel von Karik
Karik: Großvater von Jamas
Franco: Vater von Jamas
Hella: Lieblingskatze von Jamas
Raya: alte Hündin vom Großvater Karik
Das Fantasie-Märchen wird zu Ende erzählt von Franco, dem wiedergefundenen Vater von Jamas:
Katzanien: das "Katzenparadies"
Rattanien: das Land der Ratten und Mäuse
Rashan: dorfältester Kater
Lilian: Frau von Kater Pompo
Pompo: ehemaliger Gefährte von Lilian
Karija: alte, weise Katze
ferner drei berühmte Rattenjäger:
Rato: schwarzer Kater, der erfolgreichste der drei Jäger
Kraton: gelber, cremefarbener Kater
Lagu: erblindender, blaugrauer Kater
Die Autorin Frau Ingrid Heinrich
 stellt mir Ihre Werke kostenfrei zur Verfügung und somit ist es Ehrensache, dass ich hier auf ihre Homepages:
www.kreativausflug.de
www.kreativausflug.de/pageID_940320.html
www.vitasoma.com/200532
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hinweise.
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Augen auf es geht nun los!!
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... Auch verspürte er zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl der Eifersucht. Ausgerechnet jetzt war die Zeit zum Flirten ungeeignet, es war die Zeit des Kampfes aller gesunden Kater gegen die Ratten- und Mäuseplage zum Verhindern einer Hungersnot und zum Schutz der nahrungsspendenden Bäume und Sträucher, die die Nagetiere mit ihren Zähnen verletzten und abnagten.
Auch mußte er sich mit Lilan's Pompo auseinandersetzen. Er hatte ihr versprochen, ihr zu helfen und das hatte er nun auch zu halten: "Ob sie wohl auf mich warten wird?" - dachte Pompo. Lilian hatte es sich in ihrer Baumwurzelhöhle gemütlich gemacht. Zusammengerollt ließ sie
die Begebenheiten mit den drei Jägern von Katzanien - Rato, Kraton und Lagu - in Gedanken erneut vorbeipassieren und fühlte sich in der Tat etwas erniedrigt und war von Rato daher enttäuscht. Er achtete sie anscheinend nicht oder hatte kein Vertrauen zu ihr. Sie fühlte sich zutiefst verletzt und sollte Rato ihr noch einal über den Weg laufen, wollte sie ihm seine Mißachtung ihr gegenüber heimzahlen.
Sie ärgerte sich über sich selbst, dass sie ihr Herz an diesen Strolch verloren hatte und dennoch zugleich machtlos war, dieses wieder rückgängig machen zu können. "Warum nur muß man sich immer so oft verletzen und erniedrigen lassen"? Dann schlief sie ein. Sie träumte und ihre Pfoten zuckten im Schlaf. Sie sah, wie Rato im Traum auf sie zukam, mit herrlichen roten Beerenzweigen im Mäulchen, die er ihr zärtlich blickend und schnurrend vor die Pfoten legte. Rot war in Katzanien auch bei den Katzen die Farbe der Liebe. Doch Lilian nahm die roten Beeren und warf sie Rato zurück an den Kopf, Beere für Beere. Rato fauchte daraufhin und verschwand im Dickicht des Urwaldes.
Anfangs verspürte Lilian ein Gefühl des Triumpfes, sich an Rato für seine ausgeheckten Späße mit seinen Freunden gerächt zu haben, doch als Rato ihren Blicken entschwunden war, bereute sie sogleich, so gehandelt zu haben und war sehr unglücklich. Obwohl dieses nur ein Traum war, wachte sie traurig auf. Viele Tage verbrachte sie alleine. Ihre Höhle hatte sie wieder hergerichtet, von Pompos Zerstörungswut war kein dauerhafter Schaden zurückgeblieben. Die Nahrung wurde immer knapper, Lilian legte sich einen Vorrat aus Nüssen und Beeren an. In der kleinen Romanze zwischen Rato und Lilian kam es eines schönen Morgens aber doch zur großen Wende, als beide sich unerwarteter Weise im Wald begegneten.
Rato hatte in den vergangenen Tagen wenig Jagdglück und bei der Suche nach Pompo keinen Erfolg gehabt. Freudig maunzend und erwartungsvoll lief Lilian dem Kater entgegen, doch der fühlte sich in diesem Augenblick von ihr regelrecht überrumpelt und reagierte heftig und unbeherrscht, er fauchte sie an und nörgelte, er habe bislang noch keine Zeit gehabt, sich um ihre Angelegenheiten zu kümmern, denn schließlich gäbe es jetzt bei der Jagd auf die Ratten in Katzanien mehr als genug für ihn zu tun. Rato forderte Lilian auf, ihm jeden Tag Nüsse und Beeren vor seinen Höhleneingang zu legen, da er keine Zeit für die Nahrungssuche habe, schließlich müsse er täglich gegen die Ratten kämpfen und zudem noch Pompo suchen. Und - dabei triumphierte er über sich selbst - ergänzte den Vortrag mit der Bemerkung, dass er dieses von ihr schon seit Tagen erwartet hatte.
In Lilian brodelte Unmut, denn was hatte sich dieser arrogante, eingebildete von sich überzeugte Kater da gerade von ihr verlangt? Ohne sich noch einmal umzuschauen verschwand sie aus Ratos Blickfeld. Als Rato sie nicht mehr sehen konnte, verschwand der Stolz aus ihrem Gang und sie schleppte sich mit schlaffen Pfoten zu ihrer Höhle, denn so schwer es ihr auch fiel, sie trug nahezu ihren gesamten eigenen Vorrat vor Ratos Höhleneingang. Lagu und Kraton amüsierten sich und beobachteten alles aus der Ferne. Als Rato heimkehrte und den schmackhaften Vorrat sah, bekam er ein schlechtes Gewissen. Damit hatte Lilian - dieses kleine Luder - seiner Meinung nach indirekt seine Autorität unterlaufen und ihn beschämt.
Kraton und Lagu marschierten auf Rato zu, Kraton maunzte provozierend: "Sieh mal an, Rato, da hast Du ja jetzt Vorrat im Überfluß. Nun mußt du für Lilian auch etwas tun, du bist nun in ihrer Schuld. So sind Katzen nun einmal, sie hat sich dir gegenüber richtig verhalten. Wir wünschen dir noch viele unterhaltsame Tage, viel Spaß mit Lilian und weiterhin recht nette Begegnungen ! Übrigens haben Lagu und ich beschlossen, aus der gemeinsamen Höhle auszuziehen, wir wollen bald eine Familie gründen. Wir sind alt genug und nur Ratten jagen kann doch nicht der Sinn des Lebens sein. Wir haben hier auf deine Heimkehr gewartet, um dir das zu sagen."
Rato verstaute die Vorräte in der Höhle, doch sie wollten ihm nicht schmecken, Lilian hatte damit zwar ihren Stolz bewiesen, doch sie brachte sich damit bei der beginnenden Hungersnot auch selbst in Schwierigkeiten.
Lilian hatte gehofft, Rato würde sich bei ihr für die Vorräte bedanken, doch von ihm fehlte jegliche Spur. Eines morgens erblickte sie vor ihrem Höhleneingang ein paar rote saftige Beeren. Im Sand fand sie kräftige Pfotenabdrücke, Rato war in der Nacht vor ihrer Höhle gewesen
und hatte ihr die Beerenzweige hingelegt. Beim Anblick der toten Beeren tat es Lilian wiederum leid, ihn mit dem Übermaß an Vorräten
beschämt zu haben. Sie suchte fortan Tag für Tag alle Stellen auf, an denen ihr Rato begegnet war, doch er blieb verschwunden. In Katzanien ging jedoch das Gerücht um, Rato sei in Rattanien und genieße große Jagderfolge. Lilian war traurig, er hatte sie sicherlich inzwischen vergessen und die roten Beeren waren wohl nicht als Liebesbeweis zu deuten sondern als ein Abschiedsgeschenk von ihr.
Es fiel ihr nicht leicht, sich innerlich von Rato zu trennen, aber sie arbeitete daran. Doch kaum war sie sich ihrer sicher, sie habe sich damit abgefunden, fand sie sich am Ufer des Flusses wieder, genau an der Stelle, an der sie mit Rato bis zum Aufkommen des Sturmes so vertraut zusammen gewesen war. Sie ahnte nicht, dass auch Rato sie aus der Ferne mit seinen scharfen Augen beobachtete. Besorgt bemerkte er, wie dünn Lilian inzwischen geworden war. Rato hielt ständig Kontakt zu Lagu und Kraton, um weiterhin alles über sie zu erfahren.
Bei einem Treffen mit Kraton bat Rato seinen Freund, stets gut auf Lilian aufzupassen. Auch war er inzwischen unsicher geworden, ob sie überhaupt noch Vertrauen zu ihm hatte und bat ihn, sie bei Gelegenheit einmal geschickt und vorsichtig auszufragen. "Wie geht es Lagu und seinen Augen?", wollte er von Kraton wissen. Dieser antwortete traurig: "Seine Sehkraft läßt weiterhin nach und aus lauter Kummer holt er sich ab und zu schon eine dieser süchtig machenden Tropenfrüchte. Ich mache mir große Sorgen und Lagu's Gesundheit. Er ist auch sehr launisch und schwierig geworden. Ich weiß mir keinen Rat mehr, wie man ihn aus dieser depressiven Lage herausreißen kann. Lagu fühlt sich durch diese Sehschwäche in seiner Lebensstellung geschwächt und beeinträchtigt. Dazu kommt noch, dass er immer noch keine Partnerin gefunden hat und ihm daher sein ganzes weiteres Schicksal aussichtslos erscheint. Ohne seine Jagderfolge sieht er keinen Sinn mehr in seinem Dasein!"
Der Mangel an Nahrung zehrte weiter an Lilian's Kräften. Andere Katzen hatten sich einen Vorrat angelegt, doch sie hatte alles was sie hatte zu Rato gebracht. Kraton blieb immer in ihrer Nähe, ohne dass sie es merkte. Seine Zuneigung zu ihr wurde dadurch immer intensiver
und stärker. Innerlich war er verärgert wegen Rato, doch er wußte, dass er erst bei ihr eine Chance hatte, sobald sie sich gefühlsmäßig von seinem schwarzen Jugendfreund gelöst hatte, den sie anscheinend so verehrte.
Der große Tropenregen kündigte sich an und es donnerte. Am Himmel ballten sich grauschwarze Wolkenmassen zusammen. Lilian erblickte Rato am unten am Ufer des Flusses, als er sich gerade sorgsam putzte. "Na warte!" - dachte Lilian, ihre spitzen Krallen wurden
sichtbar, als sich ihre vier Pfoten verspannten und so impulsiv und unbeherrscht Rato ihr im Wald begegnet war, so aufbrausend sprang sie diesem nichtsahnenden Kater in den Nacken. Rato schrie erbost auf und Lilian hätte es nie für möglich gehalten, einmal einen Kater anzugreifen, zumal sie ihn eigentlich sehr mochte. "Was ist mit Pompo, hast du ihn gefunden? Wie lange soll ich denn nun noch abwarten müssen, bis ich endlich weiss, dass ich in Sicherheit leben kann und er mich in Ruhe lassen wird?"
Lilian hatte Rato auf den Rücken geworfen und er befreite sich schnell aus seiner mißlichen Lage: "Glaubst du eigentlich, dass ich nichts anderes zu tun habe, als jeden Tag deinen Pompo zu suchen? Jetzt lass mich aber in Ruhe, sonst mach ich gar nichts mehr!", zischte Rato und erwischte Lilian noch gerade mit seinen Vorderpfoten am Ohr. "Wenn du mir nicht hilfst, werde ich Pompo selber suchen und mich mit ihm auseinandersetzen!", konterte sie und beide Katzen lagen sich herzerfrischend in den Haaren, bis sich bei beiden das überschäumende Temperament gelegt hatte. Lilian aber wartete weitere Antworten von ihm nicht ab und verschwand mit wenigen geschmeidigen Sprüngen im Dickicht des Waldes. Kraton hatte das Schauspiel natürlich beobachtet und gegistrierte, dass Ratos Anerkennung bei Lilian am Schwinden war. "So ein Blender", dachte sie, als sie zur Ruhe kam und ein Päuschen nutzte, um ihr Fell nach der Auseinandersetzung wieder herzurichten.
Rato war nach Lilian's tätlichem Angriff richtig entsetzt. Aber seine Achtung vor ihr war gestiegen und er hatte Respekt vor ihr. Pompo hatte ihren Willen und ihr Rückrat nicht brechen können. Diese Katze konnte sogar von nun an kämpfen. Der Gedanke an so eine Lebensgefährtin erfüllte ihn abwechselnd mit Begehren und Unsicherheit zugleich. Er wurde zwischen zwei Gefühlen hin- und hergezogen: "Ich will sie - ... Nein, lieber doch nicht ...". Rato seufzte: "Warum ist das Leben komplizierter als die Jagd?"
Die Auseinandersetzung mit Rato ging Lilian noch tagelang nicht aus dem Kopf. Sie ging zurück an die Stelle, schnupperte im Sand, doch fand keinen Hinweis über seinen Verbleib. War er nun in die Berge gelaufen oder über den Fluß geschwommen? Eines Abends war Lilian beim Nachdenken in der Dämmerung am Ufer eingeschlafen. Sie erwachte, als sie hinter ihrem Rücken ein lautes Zischen und Pfeifen hörte. Sie drehte sich blitzschnell um und blickte in die schwarz-rot-glühenden Augen einer kräftigen, großen zähnezeigenden Ratte! "Ich bin verloren", schoss es ihr durch den Kopf und sie starrte wie gelähmt in das spitze bösartige Gesicht des Nagetieres, bis ein geballter Blitz von den Bäumen dieser in den Nacken sprang. Es war Kraton und sie war beeindruckt, wie gekonnt er der Gefahr zu Leibe rückte, wie er diese kräftige, große Ratte bezwang und sie aus dieser gefährlichen Situation heraus rettete. Und sie sah diesen Kater plötzlich mit ganz anderen Augen an.
Als Kraton die Ratte erledigt hatte, wandte er sich ihr stolz zu und bemerkte die hohe Anerkennung und Bewunderung in ihren Augen. Beide freuten sich über das Wiedersehen. Kraton fragte Lilian, ob Rato bei der Suche nach Pompo schon Erfolg gehabt habe: Pompo muß etwas bemerkt haben, denn sonst wäre er noch irgendwo in der Nähe, spekulierte Kraton. Doch Lilian zuckte enttäuscht mit ihren Schultern und ihre Öhrchen hingen traurig herab. Kraton wußte natürlich, dass Rato sich im Augenblick nur auf die Rattenjagd konzentrierte. "Ja, Lilian, hast du denn gar kein Vertrauen mehr zu ihm? Soll ich dir helfen, dann suche ich Pompo!", schlug er ihr vor. "Natürlich habe ich noch Vertrauen zu ihm", antwortete Lilian. Kraton war einerseits enttäuscht, dass sie immer noch an ihm hing, andererseits aber auch zufrieden, dass sie seinen Freund nicht in den Rücken fiel und ihre Unzufriedenheit für sich behielt. Er nickte beipflichtend: Du
siehst dünn und abgekämpft aus, hast du zu wenig zu essen? Lagu - du kennst ihn von den heißen Quellen her - braucht dringend Hilfe.
Seine Sehkraft hat weiter nachgelassen und er hat einen ansehnlichen Vorrat an Nüssen und getrockneten Beeren, und Pilze. Wenn Du ihm etwas hilfst, dann gibt er dir von seinen Vorräten etwas ab. Möchtest du nicht bei ihm bleiben und für ihn sorgen? Wir haben jetzt jeder unsere eigene Unterkunft. Bei ihm ist Platz genug. Ab und zu könnte ich mit dir dann einen Streifzug durch den Wald machen und wir
könnten uns oft treffen? Lilian nahm seinen Vorschlag an und war erstaunt, dass Kraton ihr so viel Zuneigung entgegenbrachte. Kraton war aber dennoch innerlich etwas geknickt, denn er hätte mehr Begeisterung von ihr über seine Vorschläge erwartet, brachte sie aber zu Lagu.
Lagu und Lilian teilten sich fortan die Höhle und sie kümmerte sich um ihn, jeden Tag und hatte erst einmal wieder genug zu essen. Sie schloss ihn in ihr Herz, obwohl er unleidlich und grimmig war, verbittert über den fortschreitenden Verlust seines Augenlichts. Er war doch im besten Alter und fühlte sich im Leben nutzlos.
Nun sind wir am Ende des fünften Teiles "Wolken über Katzanien" angelangt.
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  In Bälde werden Ihnen weitere Teile dieser wundervollen "Katzengeschichte" zur Verfügung stehen.
Die Katzen und ich freuen uns über Ihren nächsten Besuch.
Hier kommen Sie zu der Vorgeschichte dieser bezaubernden Love-Story aus dem Katzenparadies "Katzanien"
* Teil 1 * Teil 2 * Teil 3 * Teil 4 * * Teil 5 * Teil 6 *
Teil 7 *
Teil 8 *
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