Soll Sie nachdenklich machen!
Soll Sie nachdenklich machen!

Das etwas andere Mahnschreiben

Mensch und Natur im Konkurs
Text und Idee: Ingrid Heinrich



Guter Mann (Gute Frau),


das war doch klar, dass Sie eine Rechnung erhalten.
Die Arbeit wurde sorgfältig entsprechend Ihren Wünschen erledigt.
Es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass Ihnen die Mahnung nach zwei freundlichen Zahlungserinnerungen Ärger und Trennung einbringt.

Mein Herr (Meine Dame), ich bitte Sie, es ist doch kein Geheimtipp mehr, auch ich habe es erkannt:
wer gute Arbeitskräfte loswerden will, stellt einfach das Zahlen ein.
Mein Tipp jedoch ist ein viel besserer!
Noch schneller wärs gegangen, hätte man es gleich gesagt, dass man nicht zahlen kann.
Übel ist jedoch, ich kann es durchaus nachfühlen und verstehen, man will oder kann es nicht immer selber machen.
Nicht zahlen und nicht arbeiten - so lebt es sich bequem.

Dass man mit der Mahnung längst sein Brot womöglich an einen ignoranten Zahlungslumpi verloren hat, ist spätestens jetzt die aufkeimende bittere Erkenntnis.

Diese Wahrheit entdeckt ein Selbständiger allzu oft und viel zu spät, auch meist erst dann, wenn sich das ums Geld betrogene Konto stumm mit Luft statt Zinsen aufbläht.
So manch ein mutiger begabter Existenzgründer kapituliert an geschwächter Liquidität wie ein bunt schillernder Schmetterling nach einem kurzen oder langen Sommer.

Schade ist es um jede Existenz, die an schlechter Zahlungsmoral zerbricht.

Jedem Betroffenen gilt dieser Trost:
auch die Schöpfung mahnt erbost.
Ihre Rechnung wurde längst geschrieben, die Forderung nicht erhört und die letzte Mahnung mit Regengüssen, Flut und Stürmen ausgetrieben.

Es schlüpft aus dem Kokon der Raupe hoffnungsvoll ein bildschöner Schmetterling.
Von Blütenkelch zu Blütenkelch fliegt er anmutig auf die Pollen, er ist ein kleiner Held im Blumenfeld.
Im Herbst hat er sein Lebenswerk vollbracht und müde legt er tapfer seine Flügel nieder auf die welken Blütenblätter - ganz so, wie die ums Geld geprellten Gemüter.
In wunderschöner Farbenpracht, mit Elan und Lebensfreude erheben sie sich aus dem Nichts mit Schaffenskraft und Abenteuerfreude.
Nicht jede Blüte nähret ihn und es ist auch nicht immer gewiß, wieviele Blüten abzufliegen sind.
Man kann so manchen leeren Kelch verkraften, es wird der stärkste und größte Schmetterling hohl und schwach, wenn er sich allzu oft in leere Kammern verirrt.

Er muss im Herbst an einem seiner letzten Tage im Sonnenstrahl nach süß gelebten Erfolgen die Flügel niedersinken lassen, verharrend auch dich nach dem Warum fragen.
Hat er doch alles getan, seine Pflichten erfüllt, sich tagtäglich abgerackert, ist unermüdlich jedem Duftzuruf gefolgt.
Er wurde oft um den guten Nektar betrogen, denn so manche Blüte war geschädigt oder leer und längst von Konkurrenten abgeflogen.

Vergessen Sie ihn wenigstens nicht, den schönen Schmetterling, auch wenn Sie mit einem Ach und einem Seufzer mitunter zugegeben haben, wie schön es war, als er zu Ihnen geflogen kam vertrauen konnte, als er in der ihm dargereichten leeren Hand die Nahrung verborgen sah.

Freund Schmetterling ist nicht der einzige geprellte Wicht, der um Lebensräume und die Natur betrogen stirbt.
Insekten und auch Vogelarten begleiten ihn.
Es fehlt an natürlichen Habitaten, es ist die Wirtschaftskrise unter den bedrohten Arten.
Umweltverschmutzung, zu kleine oder fragmentierte Lebensräume und Stickstoffvergiftungen bei den Pflanzen.
Die Natur kann nicht mehr zahlen und die Arten nicht mehr ernten.
Der Erde droht das sechste Massensterben - die Ehrlichkeit kann die Wahrheit nicht ernähren, die Insekten nicht mehr die Vögel.
Der Mensch - Krone der Schöpfung - ist ein schlechter Gärtner.

Es bleibt den Menschen nach der Tat des Schöpfers Rechnung unbezahlt.
Dem Handwerk der Natur geschadet, ausgebeutet, ausgenutzt, mit Gentechnik Kredit gegeben und mit schwindenden Ressourcen verschuldet, begreift er immer noch nicht ihren drohenden Konkurs.

Es erhält die Schöpfung den Luxus eines eigenen Insolvenzverwalters der - überzeugt von seinem richtigen Handeln - ein Gebet ausspricht und meint, sieh her mein Schöpfer, klage nicht, sei duldsam und verzeih.


An dieser Stelle gilt es einem ganz lieben Menschen, der Autorin, herzlichen Dank zu sagen, dass ich autorisiert wurde diese Geschichte meinen Besuchern, oft sehr kranken Menschen, näher bringen zu dürfen.

Die Autorin, Frau Ingrid Heinrich,

stellt mir Ihre Werke kostenfrei zur Verfügung und so ist es Ehrensache, dass ich hier auf ihre Homepages
www.kreativausflug.de
www.kreativausflug.de/pageID_332398.html
www.vitasoma.com/200532
www.outsourcing-heinrich.de
hinweise.


Hier finden Sie den Einsstieg zu dem Fortsetzungs-Roman.
Eine bezaubernde
Love-Story aus dem Katzenparadies "Katzanien"


Möchten Sie zurück zur Katzengeschichte Teil 2 ??*
Hier haben Sie die Möglichkeit zu meinen Archiven zu gelangen, wo viel Poesie und Nachdenkenswertes auf Sie wartet.

Kritische Stimmen oder noch besser Lob an Frau Heinrich sind willkommen.
Dieses richten Sie bitte an mich:

E-Mail:
webmaster@krankerfuerkranke.de

und ich werde das dann gerne an die Autorin weiterleiten.




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