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Teil 1
Mitwirkende ( Personen und Haustiere ) - Rahmenhandlung -
Jamas: Enkel von Karik
Karik: Großvater von Jamas
Hella: Lieblingskatze von Jamas
Raya: alte Hündin vom Großvater Karik
Mitwirkende: (im vom Großvater Karik erzählten Katzenmärchen)
Katzanien: Ort der Handlung / das "Katzenparadies"
Rashan: dorfältester Kater
Tarik: ältester Kater im Nachbardorf
Sura: Kater / Arzt
Rayad: Kater / Lehrer
Lilian: Frau von Kater Pompo
Pompo: Kater / Sohn von Katze Isa und Kater Jasper
Ivo: Bruder von Pompo
Ria: Frau von Kater Ivo
Roman: Sohn von Ivo und Ria
Isa: Mutter von Pompo
Jasper: Vater von Pompo
Karija: alte, weise Katze
Zitat:
Lied / Musik Ximeroni
(altes, griechisches Volkslied, übersetzt aus dem Griechischen ins Deutsche: "Tagesanbruch"
Die Autorin, Frau Ingrid Heinrich,
 stellt mir Ihre Werke kostenfrei zur Verfügung und so ist es Ehrensache, dass ich hier auf ihre Homepages:
www.kreativausflug.de
www.kreativausflug.de/pageID_940320.html
www.vitasoma.com/200532
www.outsourcing-heinrich.de
hinweise.
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* Beginn des Romanes * Unermüdlich tobte der Orkan
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. . . in jener denkwürdigen Nacht um das alte baufällig gewordene Häuschen von Großvater Karik, welches er mit seinem Enkel Jamas bewohnte.
Jede Boe preßte sich gewaltsam gegen die Hauswände und suchte einen Spalt oder einen losen Stein, um durchzubrechen. Wütend über den Mißerfolg vergriff sich der Sturm an den Fensterläden und zerschlug sie. Seine Energie ließ er hiernach an den dunklen Wolken aus, die er ohne jegliches Erbarmen über den schwarzblauen Himmel jagte.
Es war Vollmond, doch nur wenige Bruchteile von Sekunden sah man hier und dort fahles Mondlicht zwischen den Wolken hindurchschimmern, die düstere Gestalten und figurenähnliche Gebilde am Himmel formten.
Der Boden glitzerte vom Frost, stellenweise lag Schnee.
Großvater Karik machte sich Sorgen um die Zukunft. Er hatte ein langes arbeitsreiches Leben hinter sich, doch morgen mußte er mit einer ganz anderen, ihm fremden Lebenssituation fertig werden. Er mußte sich mit seinem Enkel auf den Weg in die Berge begeben, denn morgen begann der Krieg.
Schon seit zwei Wochen brachte Karik mit seinen zwei treuen Eseln Proviant für den Notfall in eine geschützt liegende Höhle, versteckt - hoch oben in den Bergen. Nur er allein wußte von dieser idyllisch gelegenen sicheren Zuflucht. Vor neugierigen Blicken war die Höhle mit Gestrüpp und wild wuchernden Hecken geschützt. Er befürchtete aber, dass die Vorräte nur eine bestimmte Zeit reichen werden. Er hoffte, dass binnen eines Vierteljahres im Lande wieder Frieden einkehren werde.
Der angelegte Vorrat war für ihn und Jamas vorgesehen. Er bestand aus sorgfältig verstautem Trocken- und Pökelfleisch und Holz für ein wärmendes Feuer in der Nacht. Die vier Katzen und die Mischlingshündin Raya wird Karik wohl schweren Herzens sich selbst überlassen müssen, obwohl er die Tiere so liebte. Doch die eigene Verpflegung konnte auf keinen Fall mit den Tieren geteilt werden. Seine Sorgen um die Tiere, die er liebte und die ernsten Gedanken an den bevorstehenden Überlebenskampf trieben ihn immer tiefer in einen schweren Gewissenskonflikt. Verzweifelt sann er nach einer Lösung und auch einer Begründung, mit der er seinem Enkel alles erklären könnte. Jamas wußte von seinem Großvater nur, dass es sich bei diesem Aufbruch im Morgengrauen um einen längeren Ausflug handelte. Karik wollte den Jungen nicht in Panik versetzen und ihm erst oben in den Bergen alles in Ruhe erklären.
Auf dem alten Holztisch neben dem Bett seines Enkels brannte eine Kerze, die ihren flackernden Schein auf die schwarze Katze " Hella " warf, die sich schnurrend in Jamas' Arm auf der Bettdecke zusammengerollt hatte. Bei Hella hatte der Großvater immer eine Ausnahme gemacht. Sie war die Lieblingskatze seines Enkels. Nur sie durfte in ganz besonderen Nächten bei dem Jungen mit im Bett schlafen, und d i e s e letzte Nacht im vertrauten Heim war eine g a n z * b e s o n d e r e Nacht ! Sie legte sich wie ein dunkles, schweres und undurchsichtiges Tuch auf ihr zukünftiges Schicksal. Was die bevorstehenden Wochen bringen werden, konnte Karik nicht voraussehen. Nur eines ließ ihn aufatmen: die schlimmste Jahreszeit, den Winter, hatten sie hinter sich.
Nach dem vielen Schnee stand ihnen nur noch eine Schlechtwetterperiode im April bevor, mit viel Regen und einer oftmals ungemütlichen, nassen Kälte, die unter die Kleidung bis auf die Haut kroch. Doch Karik hatte auch hier vorgesorgt und bereits gegerbte Schaffelle in der Zuflucht in den Bergen liegen. Er hatte seit einem Jahr das drohende Unheil geahnt, aber an die Vernunft der Menschen geglaubt ! Von der Wolle seiner Schafe
hatte der Großvater den ganzen Winter über Garn gesponnen und zu Kleidung verarbeitet. Die Schafe hatte er geschlachtet, das Fell gegerbt und das Fleisch gepökelt.
Für Jamas war die Zeit des Schlachtens eine schwere Last gewesen, denn an diesen Tagen ließ er sich draußen auf dem Hof nicht blicken. Unglücklich saß er mit seiner Katze Hella den ganzen Tag im Haus und verstand seinen Großvater nicht, der sich unverhofft und plötzlich von seiner gesamten Herde trennen wollte, die er doch so liebte,
auf die er immer stolz gewesen war. Jamas wußte: zum ersten Mal wird es bei Karik auf dem Hof keine kleinen Lämmer geben. Dieses stimmte ihn seinerzeit unsagbar traurig. Umso mehr hatte Jamas es im Winter genossen, seinem Großvater beim Spinnen zuzuschauen, während draußen
Väterchen Frost die Herrschaft über das Land gewonnen hatte.
Aber in dieser stürmischen Nacht konnte der Junge nicht schlafen. Es war eigentlich die erste Nacht in seinem Leben, in der er trotz der Anwesenheit seines Großvaters kein Auge zutun konnte. Dabei gab Hella sich große Mühe, um ihren kleinen Freund mit ihrem Schnurren in den Schlaf zu geleiten. Karik war nervös und unausgeglichen. Jamas spürte, dass mit seinem Großvater irgend etwas nicht ganz in Ordnung war. So, wie er sich in dieser Nacht verhielt, kannte Jamas ihn gar nicht.
Karik setzte sich in seinen Schaukelstuhl, nahm ein Buch zur Hand und gönnte sich ein Stückchen Kautabak. - "Morgen beginnt dieser fürchterliche Krieg" - dachte er wieder und konnte sich gar nicht auf das Buch konzentrieren. Mit seinem Gewissen über den Verbleib der Tiere war er immer noch nicht im Reinen. Was sollte er nur mit der alten,
treuen Hündin Raya machen?
  Am kommenden Freitag wird Ihnen Teil 2 dieser wundervollen "Katzengeschichte" zur Verfügung stehen.
Die Katzen und ich freuen uns über Ihren Besuch.
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