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Gute Gesinnung gibt es bei uns gratis
Heinrich Böll
WOHIN

Wohin mit meinem
Spenden-Geld ???

Eigentlich geht es gegen die Berufsehre:
Journalisten wollen aktuell sein.

Aber manche Themen diskutiert man gerade dann besser, wenn es keinen akuten Anlass gibt.
Dann ist die Stimmung nicht so aufgeheizt.
Es geht um die Spenden bei großen - meist katastrophalen - Ereignissen.

Da sind die Deutschen fabelhaft - annähernd die letzte Position, auf der wir Weltspitze sind.
Wird zu einer Spendengala gerufen, übertreffen die Summen alles, was sonst in Europa gegeben wird.

Der letzte Superlativ:
Die Spenden für die Angehörigen der wahrscheinlich 300.000 Tsunami-Toten.
Eine Milliarde kamen aus Deutschland, je zur Hälfte von Privatleuten und der Bundesregierung.
Insgesamt wurden aus der ganzen Welt über fünf Milliarden zugesagt.
1:4 - so ein Schnitt kann sich sehen lassen.
Keine Spur von Geiz!!

So viel Geld - und ein halbes Jahr nach der Katastrophe:
Da müsste die schlimmste Not gelindert sein.
Aber noch immer sind zwei Millionen Menschen obdachlos, 250.000 davon in Sri Lanka.

Und was hatten die Spendensammler wieder und wieder betont:
Jeder Cent komme ohne Abstriche bei den Bedürftigen an.
Das hat gezogen.
So möchte man es gern.
Nichts von den sauer verdienten und gerne gegebenen Euros soll in den Verwaltungsbäuchen hängen bleiben.

Aber wer kann so etwas versprechen?
Wer dergleichen glauben?
Wie soll denn ein Rotes Kreuz, ein Technisches Hilfswerk über Nacht Flugzeuge chartern, Zelte, Wasseraufbereitungsanlagen und Medikamente bereitstellen, wenn dahinter nicht eine perfekte Logistik, andauerndes Training und - unbedingt - eine umfassende Organisation stehen?

Wohltätigkeit muss verwaltet werden.
Das braucht vollprofessionelles Management und Marketing.
Ja, auch Reklame, teuer bezahlte.
Sonst kämen solche Spendenergebnisse erst gar nicht zu Stande.

Und jetzt?
Derzeit robben sich die Hilfsdienste langsam heran an die Öffentlichkeit und damit an die Spender.
Ob es vielleicht möglich wäre, etwas von dem Geld im Sudan oder in Afghanistan einzusetzen, bis in Sri Lanka oder der indonesischen Provinz Aceh geordnetere Verhältnisse eingetreten sind?
Das wäre sinnvoll.
Aber die Sache ist derart heikel, dass nur ganz sensibel vorgefühlt wird.

Heikel warum?
Die Menschen haben für ein bestimmtes Ereignis gespendet - Dazu wieder mit der ebenso berühmten wie unhaltbaren Versicherung:
Jeder Euro komme ohne Abzug direkt bei den Bedürftigen an - zweckgebunden.

An die Geduld von Spendern wie Empfängern appelliert Karl Heinz Hagendorf vom Malteser Hilfsdienst.
"Wir brauchen ein nachhaltiges System, um langfristigen Aufbau zu gewährleisten."
Lokale Behörden regen sich kaum.
Oft spielen religiöse Einstellungen eine Rolle.
Es soll muslimische Hilfe sein, keine westliche.

Das kostet - auch Zeit!
Und wie wird diese mühsame, jahrelange Graswurzelarbeit vor Ort finanziert?
Natürlich durch Spenden.

Bis jetzt ist offenbar viel mehr Geld da, als zurzeit sinnvoll ausgegeben werden kann.
Bis zu fünf Jahren, schätzt ein westlicher Diplomat in Colombo, wird es dauern, bis Wohnungen und Infrastruktur einigermaßen aufgebaut sind.
Soll das Geld wirklich gebunkert werden und auf der Bank karge Zinsen bringen, obwohl es anderswo dringend benötigt würde?

Wer es kann, das finde ich auch, sollte sich freimachen von allzu engen Bedingungen, die an seine Wohltat geknüpft sind.
Dass sich der persönliche Euro vor Ort in sprudelndes Quellwasser verwandelt, ist doch eine eher kindliche Erwartung.

Der gute Wille ist noch nicht die gute Tat.
Das galt auch für die Spender beim Oderhochwasser.
Nach Auskunft von Beobachtern vor Ort waren viele Schäden schon durch Versicherungen abgedeckt.
So blieb reichlich Geld übrig, das "direkt und ohne Abzug" auch beim besten Willen nicht unterzubringen war.
Manches ruht bis heute.

Auch Geldausgeben ist eine Kunst.
Die hat mit Vertrauen zu tun.
Wenn ich der Heilsarmee spende, darf ich nicht die letzte verlorene Seele meinen, die auch noch damit gerettet wird, Ich muss der Organisation zutrauen, dass sie ihre Arbeit in ihrem (nicht bis aufs letzte Komma in meinem) Sinne verrichtet und dafür die Mittel professionell einsetzt.

Wer wirklich sicher sein und auch noch sehen will, wie sein Geld ankommt, der muss sich vor der eigenen Haustür engagieren. Auch an Bedürftigen in unserer Nachbarschaft fehlt es nicht. Da ändern sich sogar in unserem Wohlstandsland die Zeiten.

Spendenkonten für die Tsunami-Opfer * HIER.... *

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