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Kranker für Kranke * Besinnliches *
Etwas zum Nachdenken Ein Stammbesucher hat mir das zugesendet. Aufgeschnappt aus einer Sonntagszeitung
AutorIn: wurde nicht benannt
Kritische Stimmen sind willkommen, denn es ist sicher nicht so einfach Texte zu finden, mit denen jeder Christ einverstanden ist.
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Mehr Mut
"Hab keine Angst!" Das ist ein Satz, der uns durchs ganze Leben begleitet. Die Angst des Kindes vor der Dunkelheit, die der Erwachsenen vor Versagen oder Trennung. Angst ist lebensnotwenig. "Ohne Angst bist du tot", sagt einer, der es wissen muss, der Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner.
Erst die Angst bringe einem den Respekt bei vor den Gefahren der Natur wie der Zivilisation. Aber was ist, wenn Angst lähmt? Wenn alles, was man sonst kann und weiß, abgesackt ist, weg, absolut nicht verfügbar? Das passiert mitten in Prüfungen. Das kennen Künstler auf dem Podium. Es ist der Alptraum für Sportler. Da ist wenig zu machen. Da muss man durch, das muss man durchleiden.
Andere Ängste sind weniger heftig, dafür langlebig. Oft lebenslänglich. Aber mit der Angst ist uns auch der Mut gegeben. Und sei es der Mut durch andere. Vor dem Alter fürchten sich viele: Wie werde ich dann leben? Einsam, hilflos? In solche Gedanken kann man sich vergraben oder aber die Sache angehen. Wie der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf (67): "Ich glaubte noch etwas Besseren zu finden, als den Tod am Schreibtisch. Ich will mit Freuden alt werden." Und mit Freunden.
So lebt er seit einigen Jahren mit seiner Frau in einer Art intellektueller Senioren-WG. Die Hausgemeinschaft hat fünf Jahre lang gesucht und geplant, schließlich eine Villa umgebaut, in der jeder seinen eigenen Bereich hat. Gemeinsam sind nur das Frühstück am Samstag und das einzige Auto. Zwei Bewohner sind schon gestorben. Bis zuletzt konnten sie wunschgemäß im Haus bleiben. "Ja, aber", sagen die Bedenkenträger und Bedenkenpfleger. Geht nur mit Geld? Nichts geht ohne. Aber Wohn- oder Pflegeheim sind wahrlich auch nicht umsonst. Der entscheidende Mut ist der zur Veränderung. Trennen von lieb gewordenen Liegenschaften und eingerillten Gewohnheiten. Aufbrechen zu etwas Neuem. Der Schritt von der guten Idee zur guten Praxis ist so rar wie der Wunsch danach groß ist. Da hilft nur dies: Mutig sein.
Wer Angst um seinen Arbeitsplatz hat, ist da ausgelieferter; Kaum kommen Unternehmensberater in die Firma, geht die Furcht um. Werden dann tatsächlich Arbeitsplätze abgebaut, waren sie allerdings meist schon vorher ökonomisch nicht mehr vertretbar. Wen es dann trifft, der muss sich fragen: Was kann ich am besten, was tue ich am liebsten, wofür bin ich bereit, zwölf Stunden am Tag zu opfern zum Beispiel durch Dazulernen? Eine Jobgarantie ist das nicht. Aber wenigstens Angst vertreibend.
Der junge Mann, der sich in ein Mädchen verliebt hat, und jetzt nicht weiß, wie weiter, wird von seinen Kumpel verspottet: "Angsthase"! Es hängt von seiner Nachdenklichkeit ab, ob ihm Hüschs Song hilft oder die Erkenntnis eines dänischen Wissenschaftlers. Demnach bringt "das triebhafte Suchen nach dem anderen Geschlecht, das Beste im Menschen hervor - Weisheit, Schönheit und Gemeinsinn. Man kann es in einem kurzen Satz von unverschämter Allgemeingültigkeit ausdrücken: Leistung bringt Liebe." Übrigens auch umgekehrt.
Angst kommt von Enge. Deshalb ist Abstand wichtig. Auch in der Beziehung. Erst recht beim Wohnen oder bei der Arbeit. Distanz ist das Geheimnis von Nähe. Paradox? Eben nicht, weil der Raum zwischen den Menschen das Kostbare ist. Da springen die Funken über, da entsteht mit der Zeit jenes tragfähige Geflecht, auf dem Vertrauen steht. Sogar Einsamkeit kann man damit durchhalten.
Davor haben ja auch junge Zeitgenossen Angst: vor der Überdosis Einsamkeit. Und keine Aussicht auf Entzug. Angst vor der Zukunft sei eine typisch deutsche Eigenschaft, heißt es. Das Depressionsbarometer der Deutschen sei ständig strapaziert. Eigentlich müsste man Glückspillen ins Trinkwasser füllen wie anderswo Jod oder Chlor. "Wir trauen dem Frieden nicht, und wir trauen dem Fortschritt nicht", befindet der Zukunftsforscher Matthias Horx. Was uns am meisten ängstigt, ist die Angst. Verstärkt wird sie durch diese dunkle Jahreszeit. Aber der Winter ist auch die Zeit des Umbruchs, der neuen, keimenden Möglichkeiten. Was die Zukunft bringt, weiß man nicht. Doch schon werden die Tage länger, getragen von Hoffnung. Sogar aus diesem schlichten ewigen Lauf der Welt wäre wieder Mut zu schöpfen.
Möge es der/die AutorIn Kranker für Kranke verzeihen, daß Ihr so zutreffender Beitrag aus einer Sonntags-Zeitung auch hier der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde.
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Alles was sich unter Besinnlichem bei mir so angesammelt hat, finden Sie im
Suchen Sie Kontakt zu Menschen die ihrem Krankheitsbild entsprechen, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen ?? Dann besuchen Sie doch mein Gesundheits-ForumSie finden dort auch eine " Plauderecke für Senioren", sowie etwas für poetische oder witzige Menschen.
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Dort finden Sie Infos über viele Krankheitsbilder. Sie befinden sich eben auf der Homepage "Kranker für Kranke" !!
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