|
|
|
|
Kranker für Kranke * Innere Einkehr *
Diese hier entstehende Serie zu positivem Denken & Handeln soll allen denen eine Hilfe darstellen, die mit sich und ihrer Umwelt in einem harmonischen und Einklang leben möchten. Natürlich wird es Menschen geben, die mit diesen Anregungen gar nichts anfangen können. So sind hier auch kritische Stimmen willkommen, denn es ist sicher nicht so einfach gute Texte zu diesem Thema zu finden, mit denen auch jeder einverstanden ist.
Ihre Kritik, Anregungen oder gerne auch Lob richten Sie bitte an: E-Mail:
webmaster@krankerfuerkranke.de
 Einführung
Dies ist eine Meditationsseite. Es soll Ihnen helfen, sich jeden Tag eine Zeitlang auf jene Gedanken zu besinnen, die Ihnen bereits vertraut sind. Sie bezieht sich auf einige Grundsätze aus "Die Sucht, gebraucht zu werden" und Unabhängig sein, füge aber auch neue Ideen und Überlegungen hinzu.
Diese Seite soll Ihr Wohlbefinden steigern und dazu beitragen, dass Sie sorgsam mit sich selbst umgehen und mit Ihrem inneren Wachstum beginnen.
Ich hoffe mit dieser Seite ein wenig zur Bereicherung Ihres Lebens beizutragen. |

|
Tagesaufgabe: Unser Weg
Soeben verbrachte ich einige Stunden mit jemand aus meiner Gruppe, und ich habe das Gefühl, den Verstand zu verlieren. Diese Frau behauptete steif und fest, der einzige Weg, durch den ich in meinem Programm Fortschritte machen könne, sei der, ihrer Kirchengemeinschaft beizutreten und mich ihren religiösen Grundsätzen zu unterwerfen. Sie bedrängte mich und redete unentwegt auf mich ein. Sie ist schon viel länger im Programm als ich. Ich dachte ständig, sie muß doch wissen, was sie da redet. Aber es schien mir nicht richtig zu sein. Und jetzt komme ich mir verrückt vor, fühle mich verunsichert, schuldig und beschämt. |
Der spirituelle Weg und das innere Wachstum, die uns durch die Zwölf Schritte in Aussicht gestellt werden, sind nicht an irgendeine religiöse Überzeugung gebunden. Sie sind nicht abhängig von einer Konfession oder Sekte. Sie sind nicht - wie es die Traditionen der Zwölf-Schritte-Programme deutlich zum Ausdruck bringen - mit der Zugehörigkeit zu irgendeiner Religionsgemeinschaft verknüpft.
Wir brauchen nicht zuzulassen, daß uns jemand im Heilungsprozeß mit seinen religiösen Überzeugungen bedrängt. Wir brauchen auch nicht zuzulassen, daß andere uns Gefühle von Scham, Angst oder Minderwertigkeit einflößen, weil wir nicht deren religiöse Auffassungen teilen. Wir müssen nicht zulassen, daß sie uns im Namen Gottes, der Liebe oder der Heilung nötigen.
Die spirituellen Erfahrungen, die wir aufgrund unserer inneren Heilung und der Zwölf Schritte machen, werden unsere eigenen sein. Sie werden in der Beziehung zu Gott, wie wir ihn verstehen, einer Höheren Macht, zum Ausdruck kommen.
Jeder von uns muß seinen oder ihren eigenen spirituellen Weg finden. Jeder von uns muß seine eigene Beziehung mit Gott, so wie wir Gott verstehen, aufbauen. Jeder von uns braucht eine Macht, die größer ist als wir selbst. Diese Konzepte sind für die innere Heilung unerläßlich.
Ebenso unerläßlich ist die freie Entscheidung darüber, wie wir zu diesen Überzeugungen gelangen.
  Höhere Macht, steh mir bei im Wissen, daß ich nicht zulassen muß, von irgend jemandem beschämt oder wegen religiöser Überzeugungen genötigt zu werden. Wenn jemand das mit heilsamer Spiritualität verwechselt, dann hilf mir dem Betreffenden begreiflich zu machen, er möge sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern. Hilf mir meine eigene Spiritualität zu entdecken und einen Weg zu finden, der für mich richtig ist. Führe mich mit göttlicher Weisheit zu spirituellem Wachstum. |

|
Tagesaufgabe: Kursbestimmung |
Wir haben keinen Einfluß darauf, welche Erwartungen andere Leute an uns haben. Wir können nicht darüber bestimmen, was andere wollen, was sie erwarten oder was wir ihrer Meinung nach tun und wie wir sein sollen. Was wir bestimmen können, ist unsere Reaktion auf die Erwartungen anderer.
Jeden Tag stellen die Menschen Anforderungen an unsere Zeit, unsere Talente, unsere Energie, unser Geld und unsere Emotionen. Wir müssen nicht zu jeder Forderung ja sagen. Wir müssen keine Schuldgefühle haben, wenn wir nein sagen. Und wir müssen unseren Lebenskurs nicht von den auf uns einstürmenden Anforderungen bestimmen lassen.
Wir müssen unser Leben nicht damit verbringen, auf andere zu reagieren und einen Kurs anzusteuern, den sie uns vorschreiben möchten.
Wir können Grenzen ziehen, feste Regeln aufstellen, wie weit wir mit anderen gehen wollen. Wir können uns selbst vertrauen und auf uns hören. Wir können Ziele setzen und die Richtung für unser Leben bestimmen.
Wir können uns achten und schätzen. Wir können innerlich gefestigt sein, wenn wir mit anderen Menschen zusammen sind.
Nehmen Sie sich Zeit. Denken Sie darüber nach, was Sie wünschen. Überlegen Sie, wie die Reaktion auf die Bedürfnisse eines anderen Ihren Lebensweg beeinflußt.
Wir leben unser eigenes Leben, indem wir nicht zulassen, daß andere Menschen mit ihren Erwartungen und Ansprüchen über unseren Weg bestimmen.
Sie können ruhig ihre eigenen Ansprüche und Erwartungen haben und ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Wir können unser Recht beanspruchen, den Weg zu wählen, der für uns richtig ist.
  Hilf mir, Gott, daß ich innerlich gefestigt werde, indem ich Abstand nehme und gelassen die für mich richtige Handlungsweise wähle. Verhilf mir zur Erkenntnis, die mich dazu führt, von Erwartungen und Wünschen anderer Abstand zu nehmen. Hilf mir daß ich aufhöre, anderen Leuten gefallen zu wollen und anfange, mir selber Gutes zu tun. |

|
Tagesaufgabe: In der Gegenwart leben
Der gegenwärtige Augenblick ist der einzige, über den wir bestimmen können. |
Natürlich haben wir Pläne und Ziele, eine Vorstellung von der Zukunft. Doch das Heute ist die einzige Zeit, die uns wirklich zur Verfügung steht. Und das genügt.
Wir können unseren Kopf von den Resten der Vergangenheit frei machen. Wir können unseren Kopf von den Zukunftsängsten frei machen.
Wir können in der Gegenwart leben, hier sein. Wir können uns diesem Augenblick, diesem heutigen Tag öffnen.
Durch die völlige Präsenz im Heute erreichen wir ein erfülltes Morgen. Hab keine Angst, Kind, flüstert eine Stimme. Bedauere nichts. Lege deine Ressentiments ab. Gib mir deinen Schmerz.
Alles, was du hast, ist der jetzige Augenblick. Sei still. Sei hier. Hab Vertrauen. Alles, was du hast, ist das Jetzt. Das genügt.
  Heute will ich mir versichern, daß alles um mich gut ist, wenn alles in mir gut ist. |

|
Tagesaufgabe: Probleme lösen
Ich bitte Dich, hilf mir, all meine Probleme durchzuarbeiten zu Deiner Herrlichkeit und Ehre. |
Viele von uns lebten in einer Umgebung, in der es verboten war, Probleme zu haben, zu erkennen oder darüber zu sprechen. Verdrängung wurde zur Lebensart - zu der Form, wie wir mit Problemen umgingen.
Im Heilungsprozeß haben viele von uns noch immer Angst vor Problemen. Wir verbringen mehr Zeit damit, auf ein Problem zu reagieren, anstatt es zu lösen. Wir haben das Wesentliche nicht begriffen; wir verstehen die Lektion nicht; wir übersehen das Geschenk: Probleme gehören ebenso zum Leben wie ihre Lösungen.
Wenn wir ein Problem haben, bedeutet das nicht, daß das Leben negativ oder schrecklich ist. Es bedeutet nicht, daß wir unzulänglich sind. Alle Menschen haben Probleme, die sie durcharbeiten müssen.
Im Heilungsprozeß lernen wir, uns auf die Lösung der Probleme zu konzentrieren. Zunächst vergewissern wir uns, ob ein Problem wirklich unser Problem ist. Ist das nicht der Fall, stehen wir vor dem Problem, Grenzen setzen zu müssen.
Dann suchen wir die beste Lösung. Dazu ist es vielleicht erforderlich, ein Ziel zu setzen, um Hilfe zu bitten, weitere Informationen einzuholen, etwas zu unternehmen oder loszulassen.
Wir werden im Heilungsprozeß nicht immun gegen Probleme oder von ihnen befreit. Wir lernen vielmehr, wie man Problemen begegnet und sie löst, wissen aber auch, daß sie regelmäßig auftauchen. Wir können unserer Fähigkeit vertrauen, Probleme zu lösen, und wissen, daß wir nicht allein sind.
Probleme zu haben bedeutet nicht, daß unsere Höhere Macht uns bestrafen will. Manche Probleme sind Bestandteil des Lebens; andere müssen direkt von uns gelöst werden; wir wachsen mit den Problemen in dem Maße, wie es für uns notwendig ist.
Stellen Sie sich den heutigen Problemen, und lösen Sie sie. Machen Sie sich nicht unnötig Sorgen um die Probleme von morgen; wenn sie auftauchen, stehen uns die nötigen Mittel zur Verfügung, um sie zu lösen.
Probleme anpacken und lösen - sie mit Hilfe einer Höheren Macht aufarbeiten - bedeutet, daß wir leben und wachsen und die Ernte einbringen.
  Hilf mir, Gott, meinen Problemen heute zu begegnen und sie zu lösen. Hilf mir, daß ich meinen Beitrag leiste und den Rest loslasse. Ich kann lernen, Probleme zu bewältigen. |
|
| |
| |
 |
© 2004 by Hubert Wissler
|
created by Hubert Wissler, Ludwigsburg-Poppenweiler |
 |
|
|